Publikation: 07.01.19

letzte Aktualisierung: 07.01.19


Wein-Wissen

Warum füllen einige Produzenten ihre Weine in schwere Flaschen ab?

Es gibt keinen Grund ausser Marketing-Überlegungen warum Weine in schwere Flaschen abgefüllt werden. Da die Kunden gemäss Umfragen glauben, dass Weine in schweren Flaschen eine höhere Qualität/Wertigkeit haben füllen einige Erzeuger ihre Weine in schwerere Flaschen ab als nötig. Die Flasche hat aber keinen Einfluss auf den Reifeprozess oder den Wein der abgefüllt wurde. Sie sind dafür aber sehr umweltschädigend.

Gemäss einer aktuellen Studie könnten mehr als 20% der Emissionen beim Weintransport eingespart werden, wenn Leichtflaschen (350 g) eingesetzt würden.

 

Die meisten Weinflaschen wiegen zwischen 400 und 750 Gramm, ohne Inhalt. Vetropack in Bülach etwa produziert gar eine Standard-Bordeaux-Bouteille mit einem Gewicht von 350 Gramm. Grundsätzlich schwerer sind Champagner-Flaschen; wegen des Drucks braucht es hier ein dickeres Glas.

Was ist der Unterschied zwischen Bio Knospe und EU-Bioprodukten?

Alle Bio-Labels basieren auf der Bio-Verordnung, die in der Schweiz und in der EU sehr ähnlich ist. Die Anforderungen der Knospe – der Marke der Schweizer Bio-Bäuerinnen und Bio-Bauern - gehen in vielen Punkten über die Grundanforderungen der Bio-Verordnung hinaus. Damit strebt Bio Suisse umfassend nachhaltige und gesunde Lebensmittel an. So wird etwa auf Knospe-Betrieben immer der ganze Hof biologisch bewirtschaftet; bei EU-Bio kann auch nur ein Betriebszweig biologisch geführt sein. Bio Suisse hat umfangreiche Richtlinien zur Förderung der Biodiversität. In der Tierhaltung lässt die Knospe bei Wiederkäuern deutlich weniger Kraftfutter zu als die-Bio-Verordnung und die Herdengrössen beispielweise bei Hühnern sind kleiner.

 

Weiter verfolgt Bio Suisse eine Klimastrategie: Flugtransporte sind verboten und der Import ist eingeschränkt, so sind etwa keine Frischprodukte aus Übersee zugelassen, die auch in Europa wachsen. Zudem hat Bio Suisse Richtlinien zu sozialen Anforderungen und fairen Handelsbeziehungen.

 

Bio Suisse hat die schonende Verarbeitung im Detail geregelt und ist auch hier strenger als die Bioverordnung. So dürfen Verarbeitungsbetriebe bei der Knospe nur 34 statt 48 Zusatzstoffe verwenden. Aromatisierung und Färbung auch mit natürlichen Stoffen ist ausgeschlossen.

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