EINE KURZE GESCHICHTE DER TRUNKENHEIT

Autor: Mark Forsyth

Format: Fester Einband

Herausgeber: Klett-Cotta Literatur

Seiten: 271

Veröffentlichung: 25.02.19 / 3. Auflage

CHF 29.00

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Inhalt

Kenntnisreich und berauschend witzig beschreibt Mark Forsyth in seiner feuchtfröhlichen Kulturgeschichte des Betrunkenseins, warum wir evolutionär danach streben, dem Alkohol zuzusprechen. Seriös und voller Enthusiasmus berichtet er von alten Ägyptern mit Schlagseite, Weintrinkern im antiken Griechenland und sternhagelvollen Wikingern, die wie uns ihre Liebe zum Alkohol einte. Was mit angeschickerten Einzellern in der Ursuppe begann, setzte sich historisch in der immerwährenden menschlichen Tendenz fest, lieber häufiger als seltener zu tief ins Glas zu schauen. Zu jeder Zeit, an jedem Ort der Welt hat eine jede Kultur sich dem alkoholischen Rausch ergeben oder ihn - zweifelsohne erfolglos - bekämpft. Trunkenheit war und ist eine Anhäufung von Widersprüchen, die mal Streit, mal Frieden stiftet. Für die Perser eine Voraussetzung zur politischen Debatte, war sie für die alten Griechen ein Mittel zur Selbstdisziplinierung und im antiken Ägypten Bedingung für spirituelle Ekstase und Erleuchtung. Sich einen zu genehmigen kann religiöse oder sexuelle Gründe haben, es kann Könige stürzen und Bauern erheben. Höchst informativ und amüsant beschreibt Mark Forsyth, womit sich die Menschen zuschütteten, wer einen über den Durst trank und warum - aus den zahllosen möglichen Gründen - die Menschheit bis heute nicht vom Alkohol loskommt. Dies ist, im besten Sinne, die Geschichte der angesäuselten Welt.

 

Der Autor

Mark Forsyth, 1977 in London geboren, studierte Literatur und Linguistik an der University of Oxford. Sein besonderes Interesse gilt der Semantik und Worten, die in der Alltagssprache nicht mehr verwendet werden. In seinem Blog »The Inky Fool« teilt er seit 2009 seine Liebe zur Sprache. Er lebt in London.

 

Mein Kommentar

Das Buch zeigt sehr lustig und manchmal in zu bildlichen Worten warum wir seit tausenden von Jahren Alkohol herstellen und konsumieren, dass nicht unsere Jugend das Komasaufen erfunden hat, sondern das bereits vor Christus bis zur Besinnungslosigkeit gebechert wurde. Ob aus religiösen Gründen, weil Wasser nicht geniessbar ist oder gegen den Hunger, es gab und gibt viele Gründe für alkoholhaltige Getränke. Interessant ist auch dass bisher alle Bemühungen gescheitert sind Völker zur Abstinenz zu zwingen. Aufstand, Schwarzmarkt und Wirtschaftskrisen waren bis in die Neuzeit die Folge. Wir sind heute die Ersten, die vor allem wegen dem Genuss trinken, Getränke haben, die relativ ungiftig sind und sehr gut schmecken. Egal ob Sie Wein-, Bier oder Schnaps Trinker oder sogar Abstinent sind, dass Buch wird ihnen einen neuen Blick auf den Alkohol öffnen. Prost

 

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